Dem normalen Menschen fällt sie meist dann auf, wenn sie fehlt: die Zeit. Doch was genau ist eigentlich Zeit? Worin liegt der Unterschied zwischen Zeit und Uhrzeit?
Wer zu spät kommt, bestimmt über die Zeit der anderen. Der Student Andre erklärt, was ihn daran besonders ärgert, für Zeitcoach Jonas Geißler bedeuten Verspätungen auch immer eine Machtfrage.
Im Unternehmensumfeld, und nicht nur dort, bedeutet die Digitalisierung meistens eine Beschleunigung. Doch wie lässt sich diese Beschleunigung sinnvoll nutzen, wie gewonnene zu wertvoller Zeit machen?
Im oekom-Podcast erscheinen Auszüge aus dem Hörbuch „Alles eine Frage der Zeit“ von Harald Lesch, Karlheinz Geißler und Jonas Geißler.
Unsere Vorstellungen von der Zeit produzieren Stress, behindern Kreativität, senken die Lebensqualität und sind wesentlich mitverantwortlich für den Schaden, den wir der Umwelt zufügen. Davon sind Harald Lesch, Karlheinz Geißler und Jonas Geißler überzeugt. Es ist daher dringend Zeit, Zeit neu zu denken, sagen die drei Zeitexperten.
Mit Zeitberater Jonas Geißler spreche ich heute über Zeitoasen, Zeitvielfalt, Rhythmus und Takt. All das hat nämlich mit Erfüllung zu tun.
Mit Jonas Geißler, der sich vor allem als “Zeitberater” versteht, habe ich bereits vor einigen Jahren ein Interview, geführt, nämlich im Podcast SF63 „Time Is Honey“ vom 22. Sept. 2017. Anlass für das heutige Update-Interview ist das neue Buch, Titel „Alles eine Frage der Zeit.
Das Vorstellen der Uhrzeit an diesem Wochenende sei eines sicher nicht, sagt Zeitberater Jonas Geißler: eine Zeitumstellung. Denn Zeit sei nicht Uhr und auch nicht Geld.
„Zeit ist für uns in den allermeisten Fällen gleichbedeutend mit Zeitmangel. Es ist das maßlose Machen, das hektische Tun, das Nie-genug-haben-Tempo“, sagt er. Was können wir also tun um ein anderes Verhältnis zur Zeit zu finden? Jonas Geissler hat hier einiges vorzuschlagen…..
Bereits lange vor dem Corona-Virus hat ein anderen Virus unsere Gesellschaft befallen: der Virus der Beschleunigung. Auch er macht uns krank – zeitkrank: nervös, genervt, zappelig. Alles, was dauert, dauert uns grundsätzlich zu lang. Die Dinge können nicht schnell genug sein. Doch pausenlose Beschleunigung ist nicht alles. Wir kennen auch andere Formen, Zeit zu erleben: die Langsamkeit, das Warten und Pausieren, den Stillstand, die Muße, die Wiederholung – und besonders aktuell in den stillgestellten Zeiten von Corona: die Langeweile.