Was machen wir mit der geschenkten Stunde? Jonas Geißler auf Bayern 2

Interview über die Zeitumstellung, Uhr und Zeit und einen entspannteren Umgang mit der Lebenszeit
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Artikel

Zweimal im Jahr drehen wir an der Uhr und nennen das Zeitumstellung. Am Sonntag haben wir sie zurückgestellt und viele von uns eine Stunde länger geschlafen. Was bedeutet das für unseren Umgang mit der Zeit? Darüber habe ich auf Bayern 2 mit Uli Knapp gesprochen. Das Gespräch ist auch als Podcast in „Aktuelle Interviews“ zu hören. Es geht um Tipps für einen entspannteren Umgang mit unserer Lebenszeit.

Bayern 2 · Aktuelle Interviews · Interview mit Uli Knapp · 26. Oktober 2026 · 9 Minuten

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Im Gespräch geht es unter anderem um:

Die Zeitumstellung als kleiner Jetlag
Warum die zusätzliche Stunde Schlaf in einer Gesellschaft mit Schlafmangel sinnvoll ist und wie Tageslicht hilft, sich schneller an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.

Uhr und Zeit sind nicht dasselbe
Die Uhr ist ein Maschinenzeitmuster, wir Menschen sind rhythmisch: Wiederholen mit Abweichung. Unser Herz schlägt auch nicht im Takt der Uhr.

Die Zeiten, die im Leben zählen, sind jene, die wir nicht zählen
Flow, gute Begegnungen und ein Candlelight-Dinner, bei dem man alle 15 Sekunden auf die Uhr schaut. Und das kleine Experiment, in Sätzen „Zeit“ durch „Leben“ zu ersetzen.

Erwartungen klären statt rasen
Wie ungeklärte Erwartungserwartungen zu Erreichbarkeit und Antwortzeiten Stress machen und warum E-Mails eher wie früher beim Briefträger gelesen werden sollten: zwei- oder dreimal am Tag, am Stück.

Eine freundliche Beziehung zur Zeit
Warum wir mit der Zeit häufig eine Mangelbeziehung haben, in der sie nie genug ist und gespart, in den Griff bekommen und gemanagt werden muss, und was sich ändert, wenn wir sie freundlicher sehen.

Zeitkultur in Ihrer Organisation gestalten

Die Frage nach der geschenkten Stunde betrifft nicht nur den Sonntag. Auch in Organisationen entscheiden Erwartungen, Strukturen und Führung darüber, ob Menschen ihre Zeit lediglich füllen oder wirksam gestalten können. In meinen Keynotes, Workshops und Transformationsbegleitungen mache ich diese Muster sichtbar und entwickle mit Führungskräften und Teams neue Zeiträume für wirksame Arbeit, zum Beispiel im Real Time Lab.

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