Benjamin Franklin hat sich verhört. „Time is Money“ – das ist der teuerste Irrtum der Arbeitswelt.
Zeitforscher Jonas Geissler erklärt, warum Zeit kein Zahlungsmittel ist, sondern ein Lebensmittel – und was das für Führung, Zusammenarbeit und Gesundheit in Unternehmen bedeutet.
Der Satz „Zeit ist Geld“ wird Benjamin Franklin zugeschrieben. Er hat unseren Wohlstand mit aufgebaut – und uns zugleich ärmer gemacht an all den Zeiten, die sich nicht in Geld verrechnen lassen. Unternehmen müssen im „Time is money“-Spiel mitspielen. Aber Menschen brauchen mehr: Honig-Zeit. Was das ist, haben zwei Psychologen erforscht – Edward Deci und Richard Ryan. Sie fanden drei Dinge, die Menschen wirklich wachsen lassen: Kompetenz, Autonomie, Verbundenheit. Dinge, die man nicht kaufen kann. Für die man Zeit braucht.
Die Frage ist also nicht: Wie sparen wir Zeit? Sondern: Was machen wir mit der gewonnenen Zeit – nährt sie uns, oder zehrt sie an uns?
Und was in Deiner Organisation die Honig-Zeit ist, das steht in keinem Lehrbuch. Das findet man nur gemeinsam heraus. Genau das mache ich – auf Bühnen, in Workshops, mit Teams und ganzen Organisationen. Denn es ist eben alles eine Frage der Zeit.
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