Wir treffen Entscheidungen. Diese beziehen sich auf die Zukunft. Entscheidungen brauchen ihre Zeit – und wir tun mit ihnen so, als sei die Zukunft absehbar. Wir nehmen in den Entscheidungen die Zukunft vorweg. Dadurch erscheint diese kalkuliert und kalkulierbar. Das ist entlastend und macht Hoffnung.
„Manchmal hat der Moment, bevor etwas geschieht, mehr Zauber als das Geschehen selbst. Vorfreude zum Beispiel, immer beschrieben als schönste Freude.“ So eröffnet das SZ-Magazin im Editorial, dem Vor-Wort, am 09. März 2018. Und setzt fort mit der Aufzählung solcher Momente: „Vor-Lust, Vor-Spaß, Vor-Energie, Vor-Erfolg, Vorspiel, Vorglühen, Vorspeisen.“ Und widmet dem großartigen „Davor“ das Heft. Das ist eine schöne Idee. Mir zuvorgekommen.
Interview mit Jonas Geißler in: Standort38 – das Entscheidermagazin für die Region Zeitforscher Jonas Geißler über rasenden Stillstand, richtiges Selbstmanagement und die wichtigsten Ressourcen der Zukunft
KOA hat sich Zeit genommen. Jonas Geißler war zu Gast bei Kai Otto Architekten. Mit seinem Vortrag „time is honey“ hat der Zeitforscher interessante Denkanstöße zum Thema Zeit gegeben, wie wir zeitgemäß mit unseren Zeitressourcen umgehen und unsere Zeitkompetenzen stärken können. Neben unseren To-Do-Listen werden wir ab jetzt auch unsere Let-It-Be-Listen abarbeiten 🙂
Glaubt man den einschlägigen Äußerungen aus der Zeitmanagement-Szene, dann lauern sie überall und klauen uns die kostbare Zeit. Deshalb werden sie auch gelegentlich als Zeitdiebe verfolgt. Das sind quasi Verbrecher, die es auf unser wertvolles Gut abgesehen haben.
Jonas Geißler berät Unternehmen, hält Vorträge und schreibt Bücher über das Thema Zeit. Er glaubt: Gerade weil wir heutzutage mehr Freizeit als früher haben, geraten wir immer mehr unter Zeitdruck.
Karlheinz Geißler im Gespräch mit Britta Fecke, DLF, 25.03.2018 Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit lenke das Bewusstsein auf Phänomene wie Beschleunigung oder Zeitdruck. Zeit werde in der heutigen Zeit besonders mit Geld verrechnet, sagte der Zeitforscher Karlheinz Geißler im Dlf. Dabei gebe es auch andere Möglichkeiten, damit umzugehen.
Nachdem 1893 in Deutschland die mitteleuropäische Normalzeit die vorher vorherrschende „Zeitenvielfalt“ abgelöst hatte, wurde staatlicherseits dreimal an der Uhr gedreht: Das erste Mal während des Ersten Weltkrieges (1916 – 1919), das zweite Mal während des Zweiten Weltkrieges, das dritte Mal als etwas verspätete Reaktion auf die Ölkrise – und unter dem Druck der europäischen Nachbarn.
„Haben Sie nächste Woche ein kleines Zeitfenster für mich?“ Das hörte und las ich von Zeit zu Zeit öfters. Und war verwirrt. Was war gemeint? Ein Fenster mit Blick auf die Zeit? Oder eines, das aus Zeit besteht?
Salongespräch im Hotel Bayerischer Hof, 10.05.2017 Organisiert von IWC Schaffhausen, Champagne Taittinger und Gruner + Jahr Moderation: Nina Ruge Im Gespräch mit Jonas Geißler (Zeitexperte, Timesandmore Institut für Zeitberatung) und Prof. Dr. Michael Soyka (ärztlicher Direktor Medical Park Chiemseeblick)
Die Zeit kann unterschiedliche Formen annehmen: Mal warten wir, mal beschleunigen wir, mal verharren wir im Augenblick, genießen die Auszeit oder die kurze Unterbrechung. Oder hadern mit deren heutiger Vielzahl, die uns die Zeiten so zerklüftet und sie uns oft schwer macht.
“Mit spannenden Argumenten für eine neue Zeitkultur begegnet der renommierte Zeitforscher Jonas Geißler dem Ruf nach mehr Zeit und Zeitqualität auf dem Deutsche Bank Unternehmertalk 2017.”
Bayern2 | 10.01.2018 | 03:33 Min. Moderation: Klaus Schneider
WDR 2 | 07.01.2018 | 03:33 Min. Wie schaffen wir es, das neue Jahr so zu nutzen, dass die Zeit nicht so rennt? Zeitforscher Jonas Geißler hat auf WDR 2 Erklärungen und Tipps dazu gegeben: “Es gibt keine Patent-Rezept – Planung kann ein Werkzeug sein, planen, was man macht, aber auch, was man weglässt.”
Messen können wir Zeit so präzise wie wenig anderes. Doch der Versuch, ihr Wesen zu erfassen, lässt uns an Grenzen stoßen. Ist sie eine feste Größe oder nur menschliches Konstrukt?
In einer kleinen Serie zum Jahresbeginn widmen wir uns der Frage, wie es uns helfen kann, Dinge bewusst nicht zu tun, anstatt unsere “To do”-Liste immer weiter zu füllen. Hier gibt es ein paar Inspirationen. Zwischen dem 2. und 5. Januar sprechen wir in hr1 mit verschiedenen Experten über die Kunst des Weglassens. Mit dabei ist auch der Zeitexperte Jonas Geißler, der uns die “Let it be”-Methode erklärt: Er sagt, es ist wichtig, sich bewusst dafür zu entscheiden, manche Dinge nicht zu tun. Mehr Hintergründe dazu gibt es hier.
Karlheinz Geißler ist ein begehrter Mann. Auch mit 73 bietet er Zeitberatungen an, schreibt Bücher, hält Vorträge. Einmal pro Monat führt ihn seine Tätigkeit in die Schweiz. An diesem trüben Spätherbstmorgen nach Winterthur, wo er vor vollem Saal über die kostbare Ressource Zeit spricht, über unsere beschleunigte Gesellschaft und den Nutzen von Pausen.
Karlheinz Geißler erklärt, warum Sitzgelegenheiten eine Stadt gemütlicher machen und warum Berliner gefühlt hastiger leben als Münchner Interview von Marco Wedig
Wer Weihnachten aufs weniger setzt, hat nach Meinung des Zeitberaters Jonas Geißler am Ende mehr davon. Wer Stress an Weihnachten vermeiden wolle, müsse sich überlegen, was wirklich wichtig sei. Leben finde immer nur jetzt statt.
Zum Ausklang des Jahres ein schöner Text von Karlheinz Geißler über die Zeitinstitution des Feierabends. Geruhsame Zeiten!