{"id":3021,"date":"2021-04-13T11:17:06","date_gmt":"2021-04-13T09:17:06","guid":{"rendered":"https:\/\/jonasgeissler.de\/timesandmore\/?p=3021"},"modified":"2022-12-28T13:04:32","modified_gmt":"2022-12-28T11:04:32","slug":"mut-perspektive-und-inspiration-ein-interview-mit-jonas-geissler-in-der-systema","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jonasgeissler.de\/timesandmore\/mut-perspektive-und-inspiration-ein-interview-mit-jonas-geissler-in-der-systema\/","title":{"rendered":"Mut &#8211; Perspektive und Inspiration. Ein Interview mit Jonas Gei\u00dfler in der Systema"},"content":{"rendered":"\n<p>04 | 2021 von Kerstin Schmidt<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/jonasgeissler.de\/timesandmore\/wp-content\/uploads\/Systhema-1_2021-Geissler-Interview.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von Systhema 1_2021 Geissler Interview.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-77295973-5d9f-4559-a210-10d6a679099f\" href=\"https:\/\/jonasgeissler.de\/timesandmore\/wp-content\/uploads\/Systhema-1_2021-Geissler-Interview.pdf\">Systhema 1_2021 Geissler Interview<\/a><a href=\"https:\/\/jonasgeissler.de\/timesandmore\/wp-content\/uploads\/Systhema-1_2021-Geissler-Interview.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-77295973-5d9f-4559-a210-10d6a679099f\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>\u201eTime is honey. Vom klugen Umgang mit der Zeit\u201c, so lautet der Titel des im Jahre 2017 erschienenen Buches der Zeitberater Karlheinz Gei\u00dfler und Jonas Gei\u00dfler. Ein spannender Zugang \u2013 so mein Gedanke \u2013 in der aktuellen Zeit: Was ko\u0308nnte Zeit mit Mut zu tun haben, und zu was ko\u0308nnten wir ermutigt werden?<\/p>\n<p><em>Das Interview wurde mithilfe von Zoom mu\u0308ndlich gefu\u0308hrt und anschlie\u00dfend u\u0308berarbeitet. Herr Gei\u00dfler antwortete im Gehen durch das winterliche Mu\u0308nchen.<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Sie bescha\u0308ftigen sich, gemeinsam mit Ihrem Vater Karlheinz Gei\u00dfler, ja bereits la\u0308nger mit dem Pha\u0308nomen Zeit und beraten mit Ihrer Firma zum Thema Umgang mit Zeit. Was sind Ihre wichtigsten Thesen und Ansatzpunkte?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Wir nennen das, was wir tun, Zeitberatung, weil Zeitmanagement ein irrefu\u0308hrender Begriff ist und wir die Zeit nicht managen ko\u0308nnen \u2013 stattdessen ko\u0308nnen wir zur Zeit beraten. Beratung ist fu\u0308r uns der treffendere Begriff, weil er den Kontext mit in den Blick nimmt und zwischen individuellen und gesellschaftlich-kulturellen Pra\u0308gungen unterscheidet. Das Zeitthema spannt sich ja viel weiter auf als einfach nur Aufgaben in eine Reihenfolge zu bringen. Es reicht von philosophischen Aspekten bis hin zu ganz handlungspraktischen. Und das decken wir eher mit dem Begriff Beratung ab. Ha\u0308ufig stellen wir fest, dass wir in Paradoxien \u2019reinkommen, wenn es um Zeit geht, zum Beispiel die Widerspru\u0308chlichkeit: Je schneller wir werden, desto weniger Zeit meinen wir zu haben. Daraus la\u0308sst sich dann schlie\u00dfen, dass Beschleunigung kein Allheilmittel gegen Zeitprobleme zu sein scheint, sondern dass es vielleicht etwas anderes braucht. Daraus leiten wir Annahmen und Hypo- thesen ab, die man an seiner eigenen Lebenspraxis u\u0308berpru\u0308fen kann: zum Beispiel, ob man durch das Lassen fu\u0308r den Umgang mit Zeit nicht viel mehr erreicht als durch das Tun, oder ob man durch den Weg der Zeitvielfalt nicht eher zu einem gelingenderen Leben beitra\u0308gt als durch die einfa\u0308ltige Vorstellung, Zeit sei gleich Geld.<\/p>\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Was meinen Sie genau mit Vielfalt in diesem Zusammenhang?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Den Begriff der Zeitvielfalt nutzen wir ha\u0308ufig, weil rhythmische Systeme, so wie Menschen und Natur organisiert sind, sich u\u0308ber Vielfalt stabilisieren. Das betrifft auch eine Vielfalt an gelebten Zeitformen: also nicht immer nur schnell und schneller. Das wa\u0308re eher ein einfa\u0308ltiger Weg. Vielfalt bedeutet, dass ich verschiedene Zeitformen lebe. Schnell ist ja super und an manchen Stellen sehr hilfreich. Wir sind keine Freunde davon, ins gegenteilige<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Extrem zu pendeln, sondern einen bunten Blumenstrau\u00df an Zeitformen zu leben: schnelle, langsame und viele dazwischen. Zugleich ist die Vielfalt dialektisch zu sehen. Man muss ja erstmal langsam sein, um u\u0308berhaupt schneller werden zu ko\u0308nnen. Also ist die Langsamkeit eine Mo\u0308glichkeitsbedingung fu\u0308r Schnelligkeit. Und dann gibt es noch ganz andere Zeitqualita\u0308ten wie beispielsweise das Warten, oder U\u0308bergangszeiten, Anfa\u0308nge und Abschlu\u0308sse, die Mu\u00dfe, das geistige Schlendern, Pausenzeiten, die Langeweile \u2013 all das ist ein Strau\u00df an vielfa\u0308ltigen, bunten Zeiten. Das ist das Muster der Natur: sie ist durch Zeitvielfalt organisiert. Wir leben und arbeiten aber ha\u0308ufig in Systemen, in denen die Vielfalt aus dem Blick gera\u0308t und Schnelligkeit und Beschleunigung vorherrschen \u2013 basierend auf der Zeitvorstellung von \u201eZeit-ist-Geld\u201c. Dem wollen wir etwas entgegensetzen. Zeit ist eben nicht immer Geld. Zeit ist viel mehr. Das merkt man daran, wenn man Leute fragt: \u201eWas sind denn die Stunden im Leben, die wirklich za\u0308hlen?\u201c Dann sind das meistens die, die man eben nicht za\u0308hlt. Und da wa\u0308ren wir bei dem Thema \u201egelingendes Leben\u201c: Welcher Umgang mit Zeit fo\u0308rdert eigent- lich ein gelingendes Leben und Miteinander in der Gesellschaft?<\/p>\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Ist es das, was Sie in Ihrem Buch \u201eTime is honey\u201c unter Zeitwohlstand verstehen?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> In unserem Buch orientieren wir uns an einer Definition von Zeitwohlstand, die von Ju\u0308rgen Rinderspacher stammt, einem Kollegen von der Deutschen Gesellschaft fu\u0308r Zeitpolitik. Er unterscheidet vier Komponenten von Zeitwohlstand: Quantitativ genu\u0308gend Zeit zu haben fu\u0308r die eigenen Bedu\u0308rfnisse und gesellschaftliche Zeitinstitutionen wie ein arbeitsfreies Wochenende, um gemeinsame und soziale Zeit zu haben, in der Beziehungen und soziales Leben nicht unter der Pra\u0308misse von Beschleunigung steht. Der dritte Punkt ist, mo\u0308glichst selbst u\u0308ber seine Zeit bestimmen zu ko\u0308nnen. Viertens: Arbeitsdichte zu begrenzen, um die Zeit, die mit Arbeit verbracht wird, qualitativ aufzuwerten. Das ist eine gute Definition von Zeitwohlstand: Ich habe genu\u0308gend Zeit und kann selbstbestimmt daru\u0308ber verfu\u0308gen. Und es gibt fo\u0308rderliche, gesellschaftliche Rahmenbedingungen wie den freien Sonntag, die Indivi- duen entlasten. Zeitwohlstand ist ein Gegenkonzept zum Geld- und Gu\u0308terwohlstand und orientiert sich am gelingenden Leben. In \u201eTime is honey\u201c schreiben wir daru\u0308ber.<\/p>\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> In Ihrem Buch sprechen Sie auch von Zeitfreiheit und Zeitlust: Was hat es damit auf sich?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> U\u0308ber den Zeitfreiheits-Begriff ko\u0308nnte man jetzt sicher sehr kontrovers diskutieren. Handlungspraktisch bedeutet er fu\u0308r mich: ich habe einfach Zeit, u\u0308ber die ich frei verfu\u0308gen kann. Wenn man preka\u0308re Arbeitsverha\u0308ltnisse anschaut, dann sieht man, dass dies ha\u0308ufig eben nicht der Fall ist und dass dies wirklich schwierig fu\u0308r gelingendes Leben ist. Die Zeitlust ist die qualitative Seite der Zeit. Wir neigen ja dazu, wenn es um Zeit geht, quantitativ auf sie zu blicken. Das merkt man, wenn man Leuten die Frage stellt, was Zeit ist. Dann sagen die einen: \u201eDas, was auf meiner Uhr steht\u201c \u2013 das ist eben die quantitative Seite; und die anderen sagen: \u201eDas, was ich habe, wenn ich die Uhr wegschmei\u00dfe\u201c \u2013 und das ist die qualitative Seite. \u201eTime is money\u201c ist die Zeitperspektive des Messens, des Rechnens und der Beschleunigung. Diese Zeit ist stark am Takt der Uhr orientiert. Sie setzt sich seit ungefa\u0308hr 500 Jahren als gesellschaftliches Zeitmodell durch und hat uns einigen Wohlstand ein- gebracht. Der kommt aber nicht ohne das, was wir gerne \u201eZeitprobleme\u201c nennen. Hartmut Rosa wu\u0308rde vom Verfu\u0308gbarmachen der Zeit sprechen. Wir machen sie durch Uhren sicht- und erreichbar, wir beherrschen und verrechnen sie. Wir wollen der in unserem Kulturkreis u\u0308berpra\u0308senten \u201eZeit-ist-Geld-, Zeit-ist-Uhrzeit-, Zeit-ist-messbar-Perspektive\u201c die der Lust entgegensetzen: den Honig, das Su\u0308\u00dfe, das Lebensmittel. Das ist fu\u0308r uns Zeitlust. Sie ist zu einem gewissen Ma\u00dfe unverfu\u0308gbar, la\u0308sst sich eben nicht erzwingen. Und darum geht es, wenn wir u\u0308ber gelingendes Leben sprechen \u2013 um Momente der Resonanz.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Das Schwerpunktthema dieses Heftes ist Mut. Was fa\u0308llt Ihnen in diesem Zusammenhang ein, also was hat Mut mit Zeit zu tun oder Zeit mit Mut?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> An der Zeit zeigen sich viele kulturelle Muster, allein schon daran, was wir meinen, was Zeit u\u0308berhaupt ist. Es gibt ja keine abschlie\u00dfende Definition von Zeit. Das sind kulturelle Muster, die uns pra\u0308gen, von denen wir glauben, sie seien die Zeit; also Bilder, die sich entwickeln, zum Beispiel ob ich Zeit als Zeitstrahl sehe oder als Kreislauf. Schon die Griechen hatten ja zwei Zeitgo\u0308tter: Chronos fu\u0308r die Chronologie, also die lineare Abfolge, und Kairos fu\u0308r den rechten Augenblick. Zeitvorstellungen sind im Endeffekt Glaubensfragen und damit zu einem gewissen Grad kontingent. Und Mut hei\u00dft fu\u0308r mich, Bestehendes in Frage zu stellen, sein eigenes Sehen zu sehen, seine eigenen Wirklichkeitskonstruktionen zu u\u0308berpru\u0308fen, sie zu erweitern und Sachen auszuprobieren, die vielleicht antiintuitiv sind, die anders sind, als ich es gewohnt bin. Nach Heinz von Foerster: \u201eHandle stets so, dass deine Mo\u0308glichkeiten zunehmen.\u201c Und das bedeutet fu\u0308r mich, die eigenen Wirklichkeitskonstruktionen zu pru\u0308fen und zu konfrontieren. Fu\u0308r mich hei\u00dft Mut, den Mo\u0308glichkeitssinn zu pflegen. Und der Mo\u0308glichkeitssinn la\u0308sst sich mit Robert Musil als die Fa\u0308higkeit definieren, alles, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als alles, was nicht ist. Das ist fu\u0308r mich eine scho\u0308ne Definition von Mut. Was hei\u00dft das praktisch? Ich mache manchmal mit meinen Seminarteilnehmer*innen ein Experiment. Wenn das zweita\u0308gige Seminar am ersten Tag bis 18 Uhr angesetzt ist, dann ho\u0308re ich um 17 Uhr auf und sage meinen Teilnehmer*innen: \u201eIch schenke euch jetzt eine komplett freie Stunde. Ihr habt nichts zu tun, keine Termine, gar nichts.\u201c Dann kann man sehen, welche Muster in Bezug auf Zeit wirksam sind. Der ha\u0308ufig zu beobachtende Impuls ist, die freie Zeit sofort zu fu\u0308llen \u2013 jetzt etwas erledigen, um vielleicht spa\u0308ter mehr Zeit fu\u0308r irgendetwas anderes zu haben. Aber mit diesem Muster opfere ich immer das bewusste Erleben des Augenblicks. Und ich werde damit auch nicht fu\u0308ndig, wenn ich auf der Suche nach der verlorenen Zeit bin. Interessanter wa\u0308re doch, sich u\u0308ber die freie Zeit zu freuen und auszuprobieren, wie es wa\u0308re, sie frei zu lassen. Gelegenheiten dafu\u0308r gibt es recht viele. In unserer beschleunigten Arbeitswelt sind kurzfristig verschobene Ter- mine ja die Regel. Von den Leser*innen kann dies gerne als Einladung zum Experimentieren verstanden werden. Die Corona-Situation ist im Endeffekt ein riesiges Experimentierfeld hierfu\u0308r. Wir werden mit unseren Zeitmustern und zeitlichen Rahmenbedingungen konfron- tiert und sind ha\u0308ufig gezwungen, etwas Neues auszuprobieren.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Von Mut sind Sie auf die aktuelle Situation mit Corona gekommen, in der sich unser aller Zeiterleben und Zeitempfinden und der Umgang mit Zeit vera\u0308ndert beziehungs- weise beobachtbar wird. Wenn wir auf einer u\u0308bergeordneten Ebene schauen: Was lehren uns diese besonderen Zeiten u\u0308ber den Umgang mit Zeit?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Durch die Covid-Situation vera\u0308ndert sich das Verha\u0308ltnis von Selbststeuerung und Fremdsteuerung oder selbstbestimmter und fremdbestimmter Zeit \u2013 nicht bei jedem, aber bei einigen von uns. Das wird zum Teil als Freiheit und als Entlastung erlebt. Bei manchen Menschen reduziert sich der Mo\u0308glichkeitsraum radikal und es wird klar, welch entlastende Funktion das hat: die Last der Entscheidungen wird mir von den Schultern genommen. Andere hingegen erleben dieselbe Situation als radikalen Einschnitt in ihre Freiheit. Dann gibt es natu\u0308rlich ganz unsa\u0308gliche Situationen und harte zeitliche Zwa\u0308nge. Dazwischen tun sich interessante Felder zum Ausprobieren auf. Einige Mitmenschen mu\u0308ssen viel mehr arbeiten als vorher, andere viel weniger. Solange es keine existenziellen Dimensionen annimmt, ero\u0308ffnet sich die Mo\u0308glichkeit, etwas Neues auszuprobieren: Wie gehe ich eigentlich mit Nichts-Tun um? Warum fa\u0308llt mir das vielleicht so schwer? Wenn die a\u0308u\u00dferen Reize wegfallen, bin ich selbst mein Thema, bin ich selbst meine Zeit, bin ich auf mich zuru\u0308ckgeworfen. Und was begegnet mir dann da eigentlich? Das ko\u0308nnte eine Chance sein, dies herauszufinden. Normalerweise ist man ausreichend mit a\u0308u\u00dferen Reizen konfrontiert. Wenn sich dies a\u0308ndert, dann sind andere Zeiterfahrungen mo\u0308glich. Vor allem die Qualita\u0308ten nichtbeschleunigter Zeitformen wie zum Beispiel der Mu\u00dfe und der langen Weile. Hirnforscher sprechen von \u201edefault-mode-network\u201c, eine Vernetzung verschiedener Hirnareale, die nur anspringt, wenn a\u0308u\u00dfere Reize reduziert werden. Man kennt das, wenn man do\u0308st oder schlendert, dass einem auf einmal ganz andere Ideen kommen, dass man an Dinge denkt, an die man sonst nicht denkt. Und Mut wa\u0308re, sich der Reduktion der Reize, sich der Stille, dem Nichts-Tun und der Ziellosigkeit hinzugeben und das zu erleben, was Hartmut Rosa als unverfu\u0308gbar beschreibt \u2013 einen Zeitraum, in dem sich etwas einstellen kann, u\u0308ber das ich eben nicht verfu\u0308gen kann, sondern das emergiert oder eben auch nicht. Das ko\u0308nnen ganz wesentliche Elemente unseres Lebens sein. Professor Gu\u0308nther Ortmann schreibt in seinem Buch \u201eKunst des Entscheidens\u201c, dass die wesentlichen Dinge im Leben Nebenprodukte sind, z.B. das Glu\u0308ck, die Liebe, das Vertrauen. Es sind Zusta\u0308nde, die wir genau dadurch erleben, dass wir sie eben nicht direkt erzeugen wollen. Sich dafu\u0308r zu o\u0308ffnen, nach dem Motto: \u201eFalling in love with the unknown\u201c \u2013 dazu wu\u0308rde ich gerne einladen, wenn es von den Rahmenbedingungen her mo\u0308glich ist. Das ist ja nicht bei jedem der Fall. Und es gibt natu\u0308rlich ganz unsa\u0308gliche Situationen, unter anderem erzeugt durch Covid 19, die diese Hinweise hier eher zynisch und naiv erscheinen lassen. Wie in der Systemischen Beratung auch spielt der Kontext eine entscheidende Rolle.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Aus Ihrem Buch stammt das Zitat: \u201eHabe Mut, dich bei deiner Zeitentscheidung an der eigenen Zeitnatur zu orientieren\u201c. Was hat es damit auf sich?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Auch der eigene Ko\u0308rper hat seine Zeit, und die ist rhythmisch. Rhythmus ist ein Zeitmuster von Wiederholungen mit Abweichungen. Wir werden jeden Abend mu\u0308de, jeden Abend anders. Unser Herz schla\u0308gt sta\u0308ndig, aber immer ein bisschen anders; wenn wir joggen schla\u0308gt es anders als wenn wir spazieren oder schlafen. Rhythmus hat einen Dehnungsspielraum, ist flexibel. Im Gegensatz zum Takt, das ist das tote Zeitmuster der Maschine: Wiederholungen ohne Abweichungen. Und die Besinnung auf den eigenen Ko\u0308rper, was Zeit angeht, ist ha\u0308ufig eine sehr hilfreiche Orientierung. Wenn ich mich frage, womit mo\u0308chte ich meine Zeit verbringen, und ho\u0308re in mich rein, dann ist da auch eine Antwort. Der kann ich nicht immer folgen (zum Beispiel Zeitkonflikte bei Schichtdienst), aber wo es mo\u0308glich ist, sollte ich darauf ho\u0308ren. Vor allem \u2013 um es konkreter zu machen \u2013 auf Pausenbedu\u0308rfnisse, auch kleine Pausen. Kurz aufstehen, frische Luft, und was trinken. Das klingt alles banal. Aber man sieht: Viele Leute, die das vergessen, verbei\u00dfen sich gestresst an Aufgaben und wundern sich, dass sie u\u0308berhaupt nicht vorankommen. Im Endeffekt braucht es eigentlich nur eine Nichtraucher-Pause: also 7,5 Minuten an die frische Luft gehen. Raucher haben ja eine sozial akzeptierte Ausrede, ihre Pausen zu machen. Sie sind kurzzeitig vom Leistungserbringungsmuster entschuldigt. Da haben es Nichtraucher schwerer. Also entweder das Rauchen anfangen (lacht) oder ohne schlechtes Gewissen Nichtraucherpausen machen. Das Pausenthema ist u\u0308brigens ein gutes Beispiel fu\u0308r Musterbildung in Organisationen. Am Musterbruch und den daraus resultierenden Reaktionen kann man seine Wirksamkeit u\u0308berpru\u0308fen.<\/p>\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> In der jetzigen Zeit kann es ja vorkommen, dass wir vor lauter gefu\u0308hlten Pausen gar nicht mehr wissen, wann wir Pause machen sollen, zum Beispiel im Homeoffice. Manche ko\u0308nnten also erwidern: Davon habe ich ja gerade genug! Welchen hilfreichen Im- puls habe Sie?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Homeoffice bietet theoretisch sta\u0308ndig die Mo\u0308glichkeit, Pause zu machen. Praktisch erlebe ich aber ha\u0308ufig, dass gar keine Pausen gemacht werden. Wir wissen, dass die Leute im Homeoffice mehr arbeiten, unter anderem weil der soziale Aspekt des Pause-Machens wegfa\u0308llt. Alles wird individualisiert und ich muss daru\u0308ber jetzt auch noch selbst entscheiden. Menschen sitzen dann nach acht Stunden am Bildschirm vo\u0308llig fertig da, mit brennenden Augen, weil es mitunter schwerfa\u0308llt, sich Pausen zu go\u0308nnen, wenn man gerade dabei ist, im Notfallmodus das Unternehmen zu retten. Als Faustregel gilt, das haben uns die Chrono-Biologen gezeigt: Wir ko\u0308nnen uns 70 \u2013 90 Minuten ganz gut fokussieren und konzentrieren und dann brauchen wir eine Kurzpause. Unter 10 Minuten reicht meistens, danach sinkt der Regenerationswert der Pause wieder. Das ist der Rhythmus von Aktivita\u0308t und Regeneration.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 5\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Nach allem, was Sie berichtet haben: Was ist Ihre Vision? Mal angenommen, Ihre Impulse lassen sich realisieren, was kommt dabei raus? Was wa\u0308re das Wertvolle fu\u0308r uns Menschen und die Gesellschaft?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Unsere Vision? Bessere Zeiten! Das Wertvolle wa\u0308re eine qualitative Zeiterfahrung, die auch fu\u0308r ku\u0308nftige Generationen verfu\u0308gbar ist und die nicht von sta\u0308ndiger Hetze und Konkurrenz gepra\u0308gt ist, sondern von einem gelingenden Leben und einer Vielfalt an gelebten Zeitformen. Das Ganze hat auch einen o\u0308kologischen beziehungsweise o\u0308kosozialen Aspekt. Am 16. Ma\u0308rz erscheint unser neues Buch \u201eAlles eine Frage der Zeit\u201c, das wir zusammen mit Harald Lesch geschrieben haben, in dem wir die These vertreten, dass zur Lo\u0308sung unserer planetaren Krisen ein anderes Zeitversta\u0308ndnis no\u0308tig ist. Mit \u201eZeit ist Geld\u201c und dem daran gekoppelten Beschleunigungsimperativ schlittern wir gerade in ziemlich problematische Zeiten rein. Und deshalb brauchen wir ein vielfa\u0308ltigeres Zeitversta\u0308ndnis. Unsere Vision ist, dass dies irgendwann mo\u0308glich wird und zu einer gerechteren Gesellschaft und zu einem gelingenderen Leben der Menschen und Lebewesen auf diesem Planeten beitra\u0308gt. Der Zeitaspekt ist dabei einer unter vielen. Aber er ist direkt an das Erleben der Menschen geknu\u0308pft.<\/p>\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Und was bedeutet Mut in diesem Zusammenhang? In Bezug auf was mu\u0308ssen wir dann eventuell noch mutiger werden?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Mut wu\u0308rde bedeuten, seine Zeit so zu verbringen und zu gestalten, dass fu\u0308r nachfolgende Generationen und an anderen Orten dieses Planeten die Chancen nicht geringer, sondern gro\u0308\u00dfer werden. Wenn man so will, ist es nach wie vor Immanuel Kant, der da durchblinzelt, mit seinem kategorischen Imperativ: \u201eHabe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen\u201c. Und handle so, dass die Zeiten, die du leben mo\u0308chtest, auch anderen Menschen auf diesem Planeten oder denen, die nachfolgen, zur Verfu\u0308gung stehen. Das wa\u0308re quasi Kant durch die Zeitbrille betrachtet. Das wa\u0308re mutig. Die Initiative Urgewald e.V. hat fu\u0308nf Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen festgestellt, dass sich die meisten globalen Konzerne, die im gro\u00dfen Stil Zeit in Geld verrechnen, noch gar nicht bewegt haben, obwohl sie dies o\u0308ffentlichkeitswirksam angeku\u0308ndigt haben. Da wa\u0308re es mutig von unternehmerischer Seite her auf Marktanteile zu verzichten und seine Investments viel konsequenter an o\u0308kosozialen Kriterien auszurichten. Ich habe das Gefu\u0308hl, dass die unternehmerischen Impulse hierzu eher aus dem Mittelstand kommen. In meiner Funktion als Organisationsberater der MANEMO eG durfte ich zwei mittelsta\u0308ndische Unternehmen bei solchen mutigen Vera\u0308nderungen hin zu verantwortungsvollen Formen des Wirtschaftens begleiten. Das eine ist der Outdoor Ausru\u0308ster VAUDE, das andere Deutschlands nachhaltigstes Beton- stein-Unternehmen Rinn. Und politisch wa\u0308re es mutig, Entscheidungen zu treffen, die etwas radikaler und dafu\u0308r zukunftsfa\u0308higer sind. Also keine Klimaschutzpa\u0308ckchen, sondern richtige Pakete mit einer CO2-Bepreisung, die auch wirklich Lenkungsfunktion hat, und eine vo\u0308llig vera\u0308nderte Subventionspolitik, die konsequenter an Kategorien des Gemeinwohls orientiert ist \u2013 das wa\u0308re mutig. Das klingt jetzt erstmal weit weg von der Zeit. Aber wenn man diese Dinge mit der zeitlichen Brille betrachtet, wird man merken: da steckt u\u0308berall ganz viel Zeitlichkeit drin, zum Beispiel in der Landwirtschaft, was die Regenerationsfa\u0308higkeit von Bo\u0308den angeht, von Wa\u0308ldern und von O\u0308kosystemen. Das wa\u0308ren aus meiner Sicht mutige Zeitentscheidungen. Auch die Einfu\u0308hrung eines allgemeinen, bedingungslosen Grundeinkommens wa\u0308re eine mutige Entscheidung, die enorme Auswirkungen auf die Zeitgestaltung der Menschen ha\u0308tte \u2013 vor allem in den unteren Einkommensklassen. Beispiele gibt es viele. Die Konzepte sind auch alle schon da, allein es fehlt der Mut, sie umzusetzen.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 5\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> In diesen Zusammenhang: Was denken Sie, welche Rolle spielen wir als Fachkra\u0308fte, Prozessbegleiter*innen und Berater*innen? In welcher Weise ko\u0308nnten wir selber auch mutig sein in dieser Funktion?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Als mich meine Kinder gefragt haben: \u201ePapa, was machst du denn eigentlich beruflich?\u201c, bin ich auf den Begriff gekommen, dass ich ein Zeitraum-Gestalter bin. Also ich gestalte Zeitra\u0308ume, in denen etwas geschehen kann, zum Beispiel u\u0308ber etwas gesprochen wird, woru\u0308ber sonst nicht gesprochen wird, oder irgendwo hingeschaut wird, wo sonst nicht hingeschaut wird. Ich steuere die Aufmerksamkeit. Es sind absichtsvoll gestaltete Zeitra\u0308ume. Das hat eine wichtige Funktion, denn in diesen Zeitra\u0308umen kann dann auch Anstiftung zum Mut stattfinden. Es ist ein Zeitraum, der nicht den normalen Mustern folgt, sondern ha\u0308ufig einen Unterschied zum normalen Zeiterleben ausmacht. Und das birgt eine gro\u00dfe Chance \u2013 zum Beispiel unwahrscheinliche Kommunikation wahrscheinlicher zu machen. Hierbei die richtige Mischung aus Mut und Anschlussfa\u0308higkeit zu finden, ist wesentlicher Teil unse- res Berufs als Zeitraumgestalter*innen.<\/p>\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Welche ermutigenden Impulse mo\u0308chten Sie den Leser*innen mit auf den Weg geben?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Ein ermutigender Impuls ist: Setzt euch die Zeitbrille auf und beobachtet euch auf Zeitlichkeit hin! Zeit ist ha\u0308ufig ganz negativ besetzt. Sobald es um Zeit geht, geht\u2019s um Unlust, um Probleme: \u201edie Zeit rennt mir durch die Finger, ich muss sie managen, ihr hinterherlaufen, schauen, dass ich sie nicht verliere\u201c \u2013 das Thema kommt schwer daher. Es wa\u0308re mutig, die Perspektive zu vera\u0308ndern und auf die Zeiten zu blicken, die gut laufen, die mich mit Sinn und Selbstwirksamkeit erfu\u0308llen, sie zu sehen und wertzuscha\u0308tzen. Zeit vergeht in gleichem Ma\u00dfe, wie sie entsteht, und es kommt jeden Tag neue nach. Also eher mit der Haltung an die Zeit ranzugehen: \u201eTime is on my side\u201c \u2013 so ko\u0308nnte man das in einem Satz zusammenfassen. Zeit ist nichts, das au\u00dferhalb von mir existiert, was ich zurechtbiegen muss. Zusa\u0308tzlich kann ich den Blick darauf lenken, dass das Thema Zeit eng verknu\u0308pft ist mit dem Thema Resonanz und Unverfu\u0308gbarkeit. Ich mo\u0308chte dazu anstiften, sich mit der Unverfu\u0308gbarkeit der Dinge anzufreunden. Was dazu an Haltung hilfreich ist, ist \u2013 wie es Hartmut Rosa nennt \u2013 \u201eMediopassivita\u0308t\u201c. Ein Begriff, der etwas beschreibt, das weder aktiv noch passiv ist, sondern sich dazwischen ansiedelt. Fu\u0308r Beratung habe ich fu\u0308r mich den Begriff \u201eabsichtsvolle Absichtslosigkeit\u201c oder \u201egelo\u0308ste Fokussiertheit\u201c gepra\u0308gt; der Begriff der \u201efreischwebenden Aufmerksamkeit\u201c geht in eine a\u0308hnliche Richtung. Oder etwas banaler gesagt: die \u201eengagierte Wurschtigkeit\u201c. Das hei\u00dft, ich gestalte einen Zeitraum, und das tue ich absichtsvoll. Dann bleibe ich aber nicht daran kleben, sondern o\u0308ffne mich dem, was kommt, und das ist eben unverfu\u0308gbar. Das finde ich eine gute Haltung fu\u0308r Beratung und gelingendes Leben: neue Wirklichkeitskonstruktionen zulassen, aber nicht an ihnen kleben bleiben. Von Fritz B. Simon habe ich eine scho\u0308ne U\u0308bung zum Verflu\u0308ssigen von Eigenschaften gelernt. Eigenschaften sind auch Wirklichkeitskonstruktionen und ko\u0308nnen daher immer auch anders sein. Eine Funktion von Beratung ist, einen Zeitraum zu gestalten, um vor allem dysfunktionale Konstrukte zu verflu\u0308ssigen und zu erweitern.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 6\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Zum Schluss: Was ist Ihnen noch wichtig zu sagen?<\/p>\n<p><strong>J. Gei\u00dfler:<\/strong> Es gibt einen Aspekt der Zeitlichkeit, u\u0308ber den wir meiner Erfahrung nach zu wenig reden, und das ist die eigene Endlichkeit. Und die konstituiert ja erst die Zeit. Sich damit zu befassen hei\u00dft nicht, die Angst vor dem Tod zu schu\u0308ren. Der Blick auf die eigene Endlichkeit kann uns sehr viel u\u0308ber das Leben sagen. Es gibt gute Bu\u0308cher dazu, allen voran Marianne Gronemeyer \u201eDas Leben als letzte Gelegenheit\u201c, ein super Buch u\u0308ber Leben und Tod. Es geht, wenn man so will, immer um Leben und Tod und darum, diesen Aspekt ab und zu mal zu thematisieren und sich damit auseinanderzusetzen. Die Tatsache, dass ich endlich bin, was bringt sie mir fu\u0308r meine Lebenszeit und die Zeitentscheidungen, die ich ta\u0308glich fa\u0308lle? Dazu fa\u0308llt mir ein wundervolles Konfuzius-Zitat ein. Er sagte: \u201eWir haben zwei Leben. Das zweite beginnt, sobald wir realisieren, dass wir nur eins haben\u201c. Das ist vielleicht ein gutes Schlusswort?!<\/p>\n<p><strong>K. Schmidt:<\/strong> Ja, vielen herzlichen Dank!<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 6\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Geissler, K. A., Geissler, J. (2017). Time is honey. Vom klugen Umgang mit der Zeit. Mu\u0308nchen: oekom.<\/p>\n<p>Lesch, H., Geissler, K. A., Geissler, J. (2021). Alles eine Frage der Zeit. Warum die \u201eZeit ist Geld\u201c- Logik Mensch und Natur teuer zu stehen kommt. Mu\u0308nchen: oekom.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Jonas Gei\u00dfler ist Zeitraumgestalter und lebt mit seiner Familie in Mu\u0308nchen. Er ha\u0308lt Vor\u00ad tra\u0308ge, schreibt Bu\u0308cher und bera\u0308t zur Zeit unterschiedliche Organisationen. Seine systemi\u00ad sche Sichtweise hat er bei Fritz B. Simon gescha\u0308rft. Er hatte Lehrauftra\u0308ge an der LMU Mu\u0308nchen und der Hochschule Mu\u0308nchen, ist Gru\u0308ndungsmitglied der MANEMO eG, Teil\u00ad haber von timesandmore und Head of Learning bei vonMorgen.<\/p>\n<p>www.timesandmore.com<\/p>\n<p>www.manemo.de<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was ko\u0308nnte Zeit mit Mut zu tun haben, und zu was ko\u0308nnten wir ermutigt werden?","protected":false},"author":3,"featured_media":3022,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,25,14],"tags":[],"class_list":["post-3021","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-ausgewaehlte-beitraege","category-interviews"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Mut - Perspektive und Inspiration. 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